Neuseeländischer Sektenführer wegen Tötung verurteilt

Ein Gericht in Neuseeland hat den Anführer einer kleinen religiösen Sekte, Kaixiao Liu, wegen der Tötung eines 70-jährigen Mitglieds verurteilt. Liu wurde für schuldig befunden, die Kontrolle über seine Anhänger, insbesondere Frauen, ausgeübt zu haben, die ihn als ‚Herr‘ oder ‚Meister‘ ansprachen.

Die Anklage legte dar, dass Liu ein repressives Umfeld geschaffen hatte, in dem die Mitglieder unter enormem Druck standen, seinen Anweisungen zu folgen. Seine Sekte, die in Gulf Harbour ansässig ist, wurde als stark hierarchisch beschrieben, mit einem ausgeprägten Machtgefälle zwischen Liu und seinen Anhängern.

Der Fall hat in Neuseeland für Aufsehen gesorgt und Fragen zur rechtlichen Handhabung von Sekten und deren Einfluss auf die Mitglieder aufgeworfen. Die Verteidigung von Liu argumentierte, dass seine Lehren nicht gewaltsam gewesen seien und die Mitglieder freiwillig in der Gemeinschaft lebten. Dennoch hat das Gericht die Vorwürfe als schwerwiegend erachtet und eine angemessene Strafe verhängt.

Quellen: The Independent