Zwei australische Frauen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt

In Australien wurden zwei Frauen, Kawsar Ahmad (53) und ihre Tochter Zeinab Ahmad (31), wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Die beiden stehen im Verdacht, während der Herrschaft des Islamischen Staates in Syrien Sklaverei begangen zu haben. Die Anklage wurde in einem Gericht in Melbourne verlesen, wo die beiden Frauen in Untersuchungshaft verblieben sind.

Zusätzlich zu den Vorwürfen der Sklaverei wurde eine dritte Frau, Janai Safar (32), die ebenfalls aus Syrien zurückgekehrt ist, wegen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation angeklagt. Diese Entwicklungen werfen ein Schlaglicht auf die rechtlichen Herausforderungen, mit denen Australien konfrontiert ist, wenn es darum geht, Rückkehrer aus Konfliktgebieten zu handhaben.

Die australischen Behörden haben in den letzten Jahren verstärkt Maßnahmen ergriffen, um gegen Personen vorzugehen, die in Syrien oder im Irak für den IS gekämpft oder in anderer Weise mit der Organisation zusammengearbeitet haben. Die Anklagen gegen die Ahmad-Frauen sind Teil dieser breiteren Strategie.

Quellen: BBC News, The Guardian