Berater des bolivianischen Präsidenten wegen Mordversuchs festgenommen

Fernando Cerimedo, ein politischer Berater für mehrere rechtsextreme Führer in Lateinamerika, wurde kürzlich in Bolivien festgenommen. Cerimedo wird verdächtigt, den Mordanschlag auf seine Freundin, die bolivianische Anwältin Nadia Beller, in Santa Cruz geplant zu haben. Die bolivianische Polizei nahm den Berater am internationalen Flughafen Viru Viru in Santa Cruz de la Sierra fest, nur wenige Stunden nachdem Beller vor einem Hotel in der Stadt niedergeschossen wurde.

Der Vorfall hat in Bolivien und darüber hinaus für Aufsehen gesorgt, da Cerimedo als einflussreicher Berater des bolivianischen Präsidenten Rodrigo Paz Pereira gilt. Laut Berichten hatte Beller ihren Ex-Partner beschuldigt, den Anschlag auf ihr Leben beauftragt zu haben. Die Ermittlungen der bolivianischen Staatsanwaltschaft konzentrieren sich darauf, ob Cerimedo alleine gehandelt hat oder von anderen unterstützt wurde.

Der Fall hat auch internationale Aufmerksamkeit erregt, da Cerimedo in der Vergangenheit im Umfeld der argentinischen Politik aktiv war und Verbindungen zur umstrittenen Partei von Javier Milei hat. In Argentinien wird er mit einem Skandal um die ANDIS-Stiftung in Verbindung gebracht. Trotz der Schwere der Anschuldigungen hat Cerimedo bisher die Aussage vor der Staatsanwaltschaft verweigert.

Die Ermittlungen laufen weiter, und die bolivianischen Behörden stehen unter Druck, den Fall schnell und transparent aufzuklären. Die Auswirkungen dieses Skandals könnten weitreichend sein und sowohl die innenpolitische Lage Boliviens als auch seine Beziehungen zu anderen lateinamerikanischen Ländern beeinflussen.

Quellen: The Guardian – World, Buenos Aires Times, Mercopress