Bolivien befindet sich in einer kritischen Lage, da Präsident Rodrigo Paz kurz davor steht, den Ausnahmezustand auszurufen. Diese Maßnahme würde dem Militär erlauben, in die jüngsten Demonstrationen einzugreifen, die das Land seit Wochen erschüttern. Die Proteste sind eine Reaktion auf die schwerste Wirtschaftskrise, die Bolivien seit Jahrzehnten erlebt. Viele Bürger fordern vom Präsidenten, dass er konkrete Schritte unternimmt, um die wirtschaftlichen Probleme zu lösen und die US-Unterstützung zu überdenken.
Die Demonstranten haben landesweit Straßenblockaden errichtet und mobilisieren sich in den Städten, um ihren Unmut zu äußern. Einige von ihnen verlangen sogar den Rücktritt von Präsident Paz. Die Regierung steht unter enormem Druck, sowohl von innen als auch von außen. Die Entscheidung über den Ausnahmezustand wird als ein entscheidender Punkt in der politischen Landschaft Boliviens angesehen.
Die Proteste werden von Präsident Paz als von „Narco-Terroristen“ angeführt bezeichnet, die angeblich versuchen, die Regierung zu destabilisieren. Diese Aussage hat die Spannungen weiter verschärft, da viele der Demonstranten sich als friedliche Bürger sehen, die lediglich eine Verbesserung ihrer Lebensumstände fordern.
Quellen: Buenos Aires Times, France 24