Chile plant eigenes Sofortzahlungssystem

Chile plant die Einführung eines neuen Sofortzahlungssystems, das unter dem internen Namen ‚Tiro‘ bekannt ist. Dieses privatbankengeführte System soll eine Alternative zu traditionellen Banküberweisungen bieten und wird sich voraussichtlich von Brasiliens populärem Pix-System unterscheiden. Der Banco Central de Chile hat am 5. August 2026 angekündigt, eine öffentliche Konsultation zu den Regeln für das Sofortzahlungssystem (SPI) zu eröffnen, die im dritten Quartal erwartet wird.

Das Tiro-System wird von privaten Banken geleitet, im Gegensatz zu Pix, das von der brasilianischen Zentralbank betrieben wird. Diese Entscheidung könnte Auswirkungen auf die Governance-Struktur und die Funktionsweise des Systems haben. Ziel ist es, den Zahlungsverkehr effizienter zu gestalten und die finanzielle Inklusion im Land zu erhöhen.

Derzeit gibt es in Chile keine zentralbankgeleitete Lösung für Sofortzahlungen, was das Land im Vergleich zu anderen südamerikanischen Nationen wie Brasilien, die bereits fortschrittliche Zahlungssysteme eingeführt haben, zurückfallen ließ. Die Einführung von Tiro könnte somit ein bedeutender Schritt für die chilenische Wirtschaft sein, indem es den Zugang zu schnellen und sicheren Zahlungsmethoden erleichtert.

Quellen: Rio Times Online