Seit genau einem Monat ist José Antonio Kast nun Präsident von Chile – und steht bereits unter erheblichem politischen und wirtschaftlichen Druck. Der rechtsextreme Politiker, der im März sein Amt antrat, hat seine ersten Regierungswochen vor allem auf zwei Themen fokussiert: innere Sicherheit und wirtschaftliches Wachstum.
Kontroverse Kulturpolitik
Parallel dazu treibt Kast jedoch eine umstrittene kulturelle Agenda voran, die von Kritikern als rückwärtsgewandt bezeichnet wird. Seine Positionen zu Themen wie Abtreibung, LGBTQ-Rechten und der Aufarbeitung der Pinochet-Diktatur haben bereits zu Protesten geführt. Wirtschaftsexperten warnen zudem vor den Folgen seiner radikalen Reformpläne für den ohnehin angespannten Staatshaushalt.
Die ersten Umfragen zeigen eine gespaltene Bevölkerung: Während seine konservative Basis die harte Linie begrüßt, wächst in urbanen Zentren der Unmut über die polarisierende Politik des neuen Präsidenten.
Quellen: El País – Americas