In Argentinien zeigt sich eine positive Entwicklung in der Inflationsrate, die im April erstmals seit elf Monaten einen Rückgang verzeichnete. Laut den neuesten Daten des Nationalen Statistikamtes INDEC stiegen die Verbraucherpreise im April um 2,6 %, was eine Reduktion von 0,8 Prozentpunkten im Vergleich zum Vormonat März darstellt. Die jährliche Inflationsrate liegt nun bei 32,4 %, während die Preise im bisherigen Jahresverlauf um 12,3 % gestiegen sind.
Die Transportkosten verzeichneten den größten Anstieg mit 4,4 %, was auf gestiegene Treibstoffkosten zurückzuführen ist. Auch der Bildungssektor war von Preissteigerungen betroffen. Diese Entwicklung könnte der Regierung unter Präsident Javier Milei eine kurze Atempause verschaffen, da sie mit zahlreichen wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert ist.
Die Nachricht über die verlangsamt steigende Inflation könnte dazu beitragen, das Vertrauen der Investoren und der internationalen Gemeinschaft in die argentinische Wirtschaft zu stärken. Der Internationale Währungsfonds (IWF) wird nächste Woche über die Freigabe von 1 Milliarde US-Dollar im Rahmen der neuesten vierteljährlichen Überprüfung Argentiniens abstimmen.
Quellen: El País – Americas, Buenos Aires Times