Kokain übertrifft Öl als größte Einnahmequelle Kolumbiens

Wie eine aktuelle Studie der Universität EAFIT zeigt, hat Kokain im Jahr 2024 erstmals seit 2014 das Öl als wichtigste Einkommensquelle Kolumbiens übertroffen. Der Umsatz mit Kokain machte 4,4 Prozent der kolumbianischen Wirtschaft aus, was umgerechnet etwa 16,5 Milliarden US-Dollar sind, die von kriminellen Gruppen erfasst wurden.

Diese Entwicklung wirft ein neues Licht auf die wirtschaftlichen Herausforderungen Kolumbiens und die Stärke der illegalen Wirtschaft. Trotz internationaler Bemühungen zur Bekämpfung des Drogenhandels bleibt Kolumbien der weltweit größte Kokainproduzent.

Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen die Komplexität der wirtschaftlichen Lage Kolumbiens und die Notwendigkeit umfassender Ansätze, um sowohl die legale als auch die illegale Wirtschaft zu regulieren.

Die kolumbianische Regierung steht vor der schwierigen Aufgabe, das Wachstum der legalen Wirtschaft zu fördern und gleichzeitig die kriminellen Netzwerke zu schwächen, die von der Kokainproduktion profitieren.

Quellen: Rio Times Online