Heute wird Abelardo de la Espriella als neuer Präsident von Kolumbien in einer feierlichen Zeremonie in der Stadt Cali vereidigt. Diese Amtseinführung markiert einen historischen Moment, da sie das erste Mal ist, dass eine solche Zeremonie außerhalb der Hauptstadt Bogotá stattfindet. Um die Sicherheit zu gewährleisten, hat die Stadtverwaltung von Cali einen autofreien Tag ausgerufen und den Alkoholverkauf während der Tagesstunden untersagt.
De la Espriella, ein Politiker der rechten Mitte, folgt auf den linken Präsidenten Gustavo Petro und hat bereits angekündigt, hart gegen den Drogenhandel und den Anbau von Koka vorzugehen. Diese Ankündigung hat bei vielen Kolumbianern Erinnerungen an vergangene harte Maßnahmen gegen den Drogenhandel geweckt, die oft mit Menschenrechtsverletzungen in Verbindung gebracht wurden.
De la Espriella plant auch eine Umstrukturierung des auswärtigen Dienstes, was möglicherweise Auswirkungen auf die Konsulardienste für im Ausland lebende Kolumbianer haben könnte. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen politischen Wandels, da sich Kolumbien nun in einer Phase der politischen Umschichtung befindet, die im gesamten lateinamerikanischen Raum zu beobachten ist.
Quellen: Rio Times Online, ARD Tagesschau, El País