In Kolumbien rückt der Termin für die entscheidende Stichwahl der Präsidentschaftswahlen näher. Am 21. Juni 2026 stehen sich der rechtsgerichtete Anwalt Abelardo De la Espriella und der linke Senator Iván Cepeda gegenüber. In der ersten Wahlrunde am 31. Mai führte De la Espriella mit 43,7 Prozent der Stimmen, während Cepeda 40,9 Prozent erreichte. Die Wahlbeteiligung war mit fast 58 Prozent bemerkenswert hoch.
Während der Wahlkampf in die heiße Phase geht, wird er von Spannungen und gegenseitigen Vorwürfen überschattet. Die Kampagne von De la Espriella berichtete von einem Angriff auf eine ihrer Wahlkampfzentralen in Bogotá, der angeblich von Anhängern der Gegenkandidaten Petro und Cepeda verübt wurde. Zudem wurden Vorwürfe laut, dass die Wahlbehörde den Wählerzensus manipuliert habe, was jedoch von offizieller Seite widerlegt wurde.
Ein weiteres kontroverses Thema ist der missbräuchliche Gebrauch von nationalen Symbolen im Wahlkampf. Ein Gericht verbot es De la Espriella, die Trikot der kolumbianischen Nationalmannschaft zu Wahlkampfzwecken zu nutzen. Dies verdeutlicht die stark polarisierten Fronten und die Bedeutung dieser Wahl für die politische Zukunft Kolumbiens.
Quellen: El País, Rio Times Online