Abelardo de la Espriella, der frisch vereidigte Präsident Kolumbiens, hat seine Amtszeit mit einer klaren Zielsetzung begonnen: die Bekämpfung der organisierten Kriminalität. De la Espriella hat angekündigt, innerhalb der ersten 90 Tage seiner Amtszeit zehn bedeutende Anführer bewaffneter Gruppen ins Visier zu nehmen. Diese Gruppen, die in Kolumbien seit langem für Gewalt und Unsicherheit verantwortlich sind, stehen nun unter verstärktem Druck der Regierung.
Unter den Namen der gesuchten Anführer sind bekannte Figuren wie ‚Mordisco‘ und ‚Chiquito Malo‘. Die Anstrengungen der Regierung, diese Personen zu fassen, sind Teil eines umfassenden Sicherheitsplans, der das Ziel verfolgt, die Stabilität im Land zu erhöhen und die Kontrolle zurückzugewinnen. Dies ist eine der zentralen Maßnahmen, die de la Espriella in den ersten Tagen seiner Präsidentschaft angestoßen hat.
Zusätzlich zu seinen sicherheitspolitischen Initiativen hat de la Espriella seinen Fokus auf eine Dezentralisierung der Regierung gelegt. Anstatt aus Bogotá zu operieren, hat der Präsident bereits alternative Standorte für Regierungsaktivitäten in drei anderen Städten eingerichtet. Dieses Vorgehen soll den Einfluss der Regierung im gesamten Land stärken und eine gleichmäßigere Verteilung der administrativen Ressourcen sicherstellen.
Die internationale Gemeinschaft, darunter auch venezolanische Oppositionelle, hat de la Espriella zu seinem mutigen Schritt beglückwünscht. María Corina Machado, eine prominente venezolanische Oppositionsführerin, sieht in Kolumbien ein Vorbild für demokratische und institutionelle Stärkung, von dem auch Venezuela profitieren könnte.
Quellen: El País – Americas, Mercopress