Paraguay: Wirtschaftswunder auf dem Vormarsch

Paraguay hat sich in den letzten Jahren als eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften Südamerikas etabliert. Laut der Weltbank wuchs das Land im Jahr 2025 um etwa sechseinhalb Prozent und wird voraussichtlich bis 2028 seine starke wirtschaftliche Performance fortsetzen, nur übertroffen von Guyana, das von seinen Ölreserven profitiert. Diese beeindruckenden Wachstumsraten haben dazu geführt, dass Paraguay von zwei der drei großen Ratingagenturen, Moody’s und S&P, als Investitionsstandort positiv eingestuft wurde. Moody’s bewertete das Land bereits 2024 als investmentwürdig, während S&P im Dezember 2025 folgte. Diese Entwicklung signalisiert ein wachsendes Vertrauen in die wirtschaftliche Stabilität und die Zukunftsaussichten Paraguays.

Die Regierung unter Präsident Santiago Peña verfolgt ehrgeizige Ziele, um das Land weiter wirtschaftlich voranzubringen. Ein zentraler Aspekt dieser Strategie ist der angestrebte Beitritt zur Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), einem Zusammenschluss von überwiegend reichen Volkswirtschaften. Peña hat erklärt, dass er diesen Beitritt in Rekordzeit realisieren möchte. Die OECD-Mitgliedschaft würde Paraguay nicht nur wirtschaftlichen Status verleihen, sondern auch Zugang zu wertvollen wirtschaftspolitischen Netzwerken und Ressourcen.

Diese positiven wirtschaftlichen Entwicklungen sind ein Beleg für die stabilen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die das Land geschaffen hat. Der Weg in den „Club der reichen Länder“ könnte Paraguay weiter aufwerten und als Vorbild für andere Schwellenländer in der Region dienen.

Quellen: Rio Times Online