Peru: Präsidentschaftswahl geht in Stichwahl – Fujimori führt enges Rennen an

Die Präsidentschaftswahlen in Peru endeten ohne klaren Sieger, sodass eine Stichwahl notwendig wird. Mit einem Rekord von 35 Kandidaten war das Rennen von Beginn an offen. Laut ersten Auszählungen führt Keiko Fujimori, die Tochter des ehemaligen Präsidenten Alberto Fujimori, das Feld an. Die vierfache Präsidentschaftskandidatin konnte sich jedoch nicht die erforderliche absolute Mehrheit sichern.

Logistische Probleme verzögern Wahl

Die Abstimmung war von erheblichen organisatorischen Schwierigkeiten geprägt. In einigen Wahllokalen, insbesondere in der Hauptstadt Lima, konnte die Wahl nicht wie geplant durchgeführt werden. Die Wahlbehörden verlängerten die Öffnungszeiten der Wahllokale um eine Stunde, um möglichst vielen Bürgern die Stimmabgabe zu ermöglichen. Dennoch blieben 15 Wahllokale in Lima geschlossen.

Die Ungewissheit über den Ausgang der Wahl spiegelt die politische Instabilität des Landes wider. Viele Wähler äußerten Frustration über die anhaltenden Probleme mit Kriminalität und Korruption. Der zweite Platz im Rennen um die Stichwahl ist noch nicht klar vergeben, da mehrere Kandidaten eng beieinander liegen.

Quellen: BBC Mundo, FAZ Online, France 24 – World, Mercopress