Uruguay vertieft Suche nach Verschwundenen der Diktatur

Uruguay hat seine Anstrengungen intensiviert, die während der Militärdiktatur verschwundenen Personen zu finden. Am Montag wurde in Montevideo ein Abkommen unterzeichnet, das den Zugang zu neuen Archiven über Menschenrechtsverletzungen zwischen 1968 und 1985 ermöglicht. Dieses Abkommen erweitert einen strategischen Pakt, der bereits im Februar von staatlichen Stellen beschlossen wurde.

Die Diktatur in Uruguay, die von 1973 bis 1985 andauerte, führte zu zahlreichen Menschenrechtsverletzungen. Viele Menschen wurden ohne Spur verhaftet und gelten seither als verschwunden. Die Regierung hat sich verpflichtet, diese Fälle aufzuklären und den Familien der Opfer Gewissheit zu verschaffen. Das neue Abkommen sieht die Behandlung, Erhaltung und Verwaltung der Archive vor, um die Suche nach den Verschwundenen zu erleichtern.

Menschenrechtsorganisationen und betroffene Familien begrüßen diesen Schritt als wichtigen Fortschritt im Umgang mit der Vergangenheit. Es wird erwartet, dass durch den erweiterten Zugang zu Archivmaterialien neue Erkenntnisse gewonnen werden können, die zur Aufklärung der Schicksale der Verschwundenen beitragen. Die Regierung betont die Wichtigkeit der Aufarbeitung, um Versöhnung und Gerechtigkeit zu erreichen.

Quellen: Mercopress