Die Regierung Venezuelas hat erhebliche Zweifel am Verfahren des Internationalen Gerichtshofs (ICJ) im langjährigen territorialen Streit mit Guyana über das Esequibo-Gebiet geäußert. Diese Bedenken wurden laut venezolanischen Regierungsstellen am Sonntag formuliert, nachdem Guyana erklärt hatte, dass der Gerichtshof zugunsten der Gültigkeit des Schiedsspruchs von 1899 entscheiden werde.
Caracas betonte, dass die Aussagen aus Georgetown auffällig seien und das Vertrauen in die Neutralität und Unabhängigkeit des ICJ unterminieren könnten. Der Streit um das Esequibo-Gebiet ist seit über einem Jahrhundert ein Zankapfel zwischen den beiden südamerikanischen Nationen, wobei Venezuela den Schiedsspruch von 1899, der das Gebiet Guyana zusprach, als ungültig ansieht.
Die Spannungen zwischen Venezuela und Guyana haben sich in den letzten Jahren immer wieder verschärft, da das Esequibo-Gebiet reich an natürlichen Ressourcen ist, einschließlich potenzieller Ölreserven, die beide Länder beanspruchen. Die venezolanische Regierung fordert eine gerechte und einvernehmliche Lösung des Konflikts und lehnt jegliche einseitige Entscheidungen ab, die ihre nationalen Interessen gefährden könnten.
Quellen: Telesur English