Venezuelas Ablehnung der ICJ-Zuständigkeit im Essequibo-Streit

Venezuela hat am 6. Mai 2026 während einer Anhörung in Den Haag die Zuständigkeit des Internationalen Gerichtshofs (ICJ) im langjährigen Grenzstreit mit Guyana über das Essequibo-Gebiet zurückgewiesen. Samuel Moncada, der Vertreter Venezuelas, argumentierte, dass die territorialen Ansprüche Venezuelas auf das umstrittene 160.000 Quadratkilometer umfassende Gebiet von grundlegender Bedeutung und unveräußerlich seien. Er trug einen Ansteck-Pin mit der Karte Venezuelas, die das umstrittene Gebiet einschließt, um die Bedeutung des Anspruchs zu unterstreichen.

Der Konflikt um das Essequibo-Gebiet, das reich an natürlichen Ressourcen ist, besteht seit Jahren und ist ein bedeutender Streitpunkt zwischen den beiden südamerikanischen Ländern. Moncada betonte, dass die Streitigkeiten im Jahr 1966 im Rahmen eines Abkommens zwischen den beiden Ländern beigelegt worden seien, das von Großbritannien, dem ehemaligen Kolonialherrn Guyanas, unterstützt wurde. Venezuela lehnt die rechtliche Autorität des ICJ ab und besteht darauf, dass die Angelegenheit ohne internationale Einmischung gelöst werden sollte.

Der Fall erregt internationale Aufmerksamkeit, da er Auswirkungen auf regionale Stabilität und Ressourcenverwaltung in Südamerika hat. Die Entscheidung des ICJ in dieser Frage könnte weitreichende Folgen für die geopolitische Landschaft der Region haben.

Quellen: Rio Times Online