Volkswagen in Brasilien zu Entschädigungszahlungen verurteilt

Ein brasilianisches Gericht hat die Volkswagen AG zur Zahlung von Entschädigungen verurteilt, nachdem der Konzern für die Ausbeutung von Arbeitern in der Amazonasregion verantwortlich gemacht wurde. Diese Vorfälle ereigneten sich vor etwa 40 Jahren und wurden durch die Bemühungen eines katholischen Priesters ans Licht gebracht, der Beweise sammelte und schließlich die Klage gegen den Automobilgiganten einleitete.

Laut Gerichtsbeschluss muss Volkswagen die betroffenen Arbeiter entschädigen, die unter menschenunwürdigen Bedingungen auf Plantagen arbeiten mussten. Die Entscheidung des Gerichts hat in Brasilien und international große Beachtung gefunden, da sie einen Präzedenzfall für den Umgang mit historischen Menschenrechtsverletzungen durch große Konzerne darstellt.

Dieser Fall wirft ein Schlaglicht auf die Praktiken multinationaler Konzerne in der Amazonasregion und die anhaltenden Bemühungen, historische Ungerechtigkeiten zu korrigieren. Die brasilianische Regierung sowie Menschenrechtsorganisationen begrüßten das Urteil als wichtigen Schritt zur Wiedergutmachung und als Warnung an andere Unternehmen, die in der Region tätig sind.

Quellen: El País – Americas