Taiwanischer Präsident sagt Besuch in Eswatini ab

Der taiwanesische Präsident Lai Ching-te hat seinen Besuch in Eswatini, der vom 22. bis 26. April stattfinden sollte, aufgrund widerrufener Überfluggenehmigungen abgesagt. Der Besuch war anlässlich des 40. Jubiläums der Thronbesteigung von König Mswati III. geplant, der auch seinen 58. Geburtstag feiert.

Die Absage kam, nachdem die Regierungen von Seychellen, Mauritius und Madagaskar die Überfluggenehmigungen für Lai zurückgezogen hatten. Die taiwanesische Regierung erklärte, dass dieser Schritt unter „intensivem Druck“ von Seiten Chinas erfolgt sei, das Taiwan weiterhin international isolieren möchte. Lai war der erste taiwanesische Präsident, der Eswatini besucht hätte, was die Bedeutung dieses Besuchs unterstreicht.

Die Taiwanesische Regierung sieht diesen Vorfall als einen weiteren Beweis für die aggressiven diplomatischen Taktiken Chinas, die darauf abzielen, die internationalen Beziehungen Taiwans zu untergraben. In den letzten Jahren hat China erfolgreich die diplomatischen Partnerschaften Taiwans mit verschiedenen Ländern verringert, wobei Eswatini als einer der letzten verbliebenen Verbündeten in Afrika gilt.

Die Absage des Besuchs könnte nicht nur die diplomatischen Beziehungen zwischen Taiwan und Eswatini belasten, sondern auch die Unterstützung Taiwans in der internationalen Gemeinschaft weiter schwächen. Experten warnen, dass solche Vorfälle die geopolitische Stabilität in der Region gefährden und die Spannungen zwischen Taiwan und China weiter verschärfen könnten.

Quellen: Japan Times, The Guardian