Ehemaliger Justizminister Tunesiens zu 20 Jahren Haft verurteilt

In einem bedeutenden Verfahren hat ein tunesisches Gericht am 7. Mai 2026 den ehemaligen Justizminister Noureddine Bhiri zu 20 Jahren Haft verurteilt. Das Gericht befand ihn schuldig, während seiner Amtszeit im Jahr 2012 gefälschte Dokumente ausgestellt zu haben. Die Entscheidung hat in der politischen Landschaft Tunesiens für Aufsehen gesorgt.

Bhiri, der in der Vergangenheit eine Schlüsselrolle in der Politik des Landes spielte, wurde wegen seiner Verwicklung in Korruption und Amtsmissbrauch während seiner Zeit im Amt angeklagt. Das Urteil wird als Teil eines umfassenderen Kampfes gegen Korruption in Tunesien angesehen, der von der aktuellen Regierung unter Präsident Kais Saied vorangetrieben wird.

Die Verurteilung wird sowohl innerhalb als auch außerhalb Tunesiens genau beobachtet, da sie die politische Stabilität des Landes beeinflussen könnte und Fragen zur Unabhängigkeit der Justiz aufwirft. Kritiker befürchten, dass solche Verfahren politisch motiviert sein könnten und die Demokratie im Land gefährden.

Quellen: Africanews