Togo hat die Initiative ergriffen, um die internationale Diskussion über die kartografische Darstellung Afrikas neu zu beleben. Der Plan sieht vor, dass die Regierung im September bei der UN-Generalversammlung einen Antrag einbringt, der die Abkehr von der Mercator-Weltkarte fordert. Diese Karte, die seit Jahrhunderten verwendet wird, hat in der Vergangenheit zu einer verzerrten Wahrnehmung der geografischen Realität Afrikas beigetragen.
Die Mercator-Projektion ist bekannt dafür, dass sie die Flächenverhältnisse von Ländern und Kontinenten verzerrt. Während sie für die Navigation auf See nützlich war, führt sie zu einer Überbewertung von Ländern in höheren Breitengraden und einer Unterbewertung von Ländern in Äquatornähe, zu denen viele afrikanische Staaten gehören. Togo argumentiert, dass eine neue, gerechtere Darstellung notwendig ist, um die tatsächlichen Größenverhältnisse und die geopolitische Bedeutung Afrikas korrekt widerzuspiegeln.
Die Debatte um die kartografische Darstellung hat bereits in der Vergangenheit für Kontroversen gesorgt. Kritiker der Mercator-Projektion fordern eine Neubewertung der verwendeten Karten, um den afrikanischen Staaten eine gleichwertige Sichtbarkeit auf der Weltbühne zu geben. Togos Vorstoß könnte ein wichtiger Schritt in diese Richtung sein und möglicherweise auch andere afrikanische Staaten inspirieren, ähnliche Initiativen zu ergreifen.
Quellen: AllAfrica