Rücktritt von Lettlands Ministerpräsidentin Evika Siliņa

Evika Siliņa, die Ministerpräsidentin Lettlands und Mitglied der Partei „Neue Einheit“, hat am 14. Mai 2026 ihren Rücktritt bekannt gegeben. In einer Pressekonferenz bestätigte sie die Entscheidung, die von Edmunds Jurēvics, dem Fraktionsführer ihrer Partei, unterstützt wurde. Der Rücktritt erfolgt inmitten einer politischen Krise, die durch den Rücktritt des Verteidigungsministers Andris Sprūds und die darauf folgenden politischen Umwälzungen ausgelöst wurde.

Die Situation eskalierte nach einem Vorfall mit Drohnen, die in den lettischen Luftraum eindrangen, was zu ernsthaften Fragen über die militärische Bereitschaft Lettlands führte. Die Vorfälle führten nicht nur zur Entlassung von Sprūds, sondern auch dazu, dass die Progressiven, eine Schlüsselpartei in der Koalition, ihre Unterstützung für Siliņa zurückzogen. Dies hat zu einem destabilisierten politischen Umfeld geführt, in dem Gespräche über die Bildung einer Übergangsregierung bereits begonnen haben.

Analysten warnen, dass diese Entwicklungen die politische Stabilität Lettlands erheblich gefährden könnten. Es bleibt abzuwarten, welche Schritte die verbleibenden Parteien unternehmen werden, um das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen und eine neue Regierung zu bilden.

Quellen: LSM.lv English, Euronews