Öffentlich-rechtliche Rundfunkmitarbeiter in Tschechien streiken

Tausende Mitarbeiter der tschechischen öffentlichen Rundfunkanstalten haben am Montag für 24 Stunden die Arbeit niedergelegt. Dieser Streik ist die bisher größte Eskalation in einem monatelangen Konflikt mit der populistischen Regierung von Premierminister Andrej Babiš. Die Maßnahme erfolgt, nachdem die Regierung Pläne vorangetrieben hat, die Art und Weise zu ändern, wie die öffentlichen Rundfunkanstalten finanziert werden.

Die Beschäftigten befürchten, dass die neuen Regelungen die Unabhängigkeit und Qualität des Rundfunks gefährden könnten. In den letzten Monaten gab es bereits wiederholt Proteste und Verhandlungen zwischen der Regierung und den Gewerkschaften, die jedoch zu keinem Einvernehmen führten. Die Gewerkschaften fordern mehr finanzielle Mittel und eine transparentere Finanzierung für die Rundfunkanstalten.

Die Regierung von Babiš sieht die Reformen als notwendig an, um die Medienlandschaft in Tschechien zu modernisieren und besser an die Bedürfnisse der Bürger anzupassen. Kritiker hingegen warnen, dass dies zu einer politischen Einflussnahme auf die Medien führen könnte. Der Streik hat bereits zu einem weitreichenden Ausfall von Programminhalten in den betroffenen Rundfunkanstalten geführt.

Quellen: The Guardian – World, The Guardian – Europe