Gachagua sieht Beginn eines Aufstands in Mount Kenya nach Wahlniederlage Rutos

Der ehemalige kenianische Vizepräsident Rigathi Gachagua hat die Wahlniederlage von Präsident William Ruto in der Parlamentsnachwahl in Ol Kalou scharf kommentiert und sie als direkte Folge einer vermeintlichen politischen Enttäuschung des Mount-Kenya-Gebiets interpretiert. Gachagua, der selbst aus der Region stammt, erklärte, die Niederlage des Regierungslagers sei unvermeidlich gewesen, nachdem Ruto Versprechen gegenüber den Wählern gebrochen habe, die 2022 geschlossen für das Kenya-Kwanza-Bündnis gestimmt hatten.

Während die Wahl in Ol Kalou offiziell als lokaler Stimmungstest gilt, interpretiert Gachagua das Ergebnis als Anzeichen eines tiefergehenden politischen Bruchs. Er sprach von einem „Beginn des Aufstands“ im Mount-Kenya-Gebiet, einer traditionellen Hochburg der Regierungspartei, und warnte vor weiteren Konsequenzen, falls die Unzufriedenheit nicht ernst genommen werde. Seine Äußerungen kommen zu einer Zeit, in der interne Spannungen innerhalb der Regierungskoalition zunehmend öffentlich werden.

Die Niederlage in Ol Kalou hat innerhalb des Kenya-Kwanza-Bündnisses für Unruhe gesorgt und Spekulationen über eine mögliche Fragmentierung der politischen Allianz befeuert. Gachaguas Kommentare unterstreichen die wachsende Polarisierung innerhalb der Regierungselite und könnten langfristig die Stabilität des Bündnisses gefährden, insbesondere im Hinblick auf die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen 2027.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Kenya