In einem erschütternden Vorfall hat ein 21-jähriger Mann während einer ICE-Fahrt in Niederbayern mehrere Mitreisende mit einer Axt attackiert. Der Angriff ereignete sich im Zugverkehr zwischen München und Passau, als der Mann plötzlich gewalttätig wurde und die Waffe gegen Fahrgäste einsetzte. Glücklicherweise erlitten die Betroffenen nach ersten Angaben keine lebensbedrohlichen Verletzungen, konnten aber nur durch das schnelle Eingreifen von Zugbegleitern und Sicherheitskräften Schlimmeres verhindert werden.
Das Amtsgericht Regensburg hat nun über den Täter entschieden. Aufgrund psychiatrischer Gutachten, die eine psychische Erkrankung nahelegen, ordnete das Gericht die Unterbringung des Mannes in einer psychiatrischen Klinik an. Eine Strafverfolgung im herkömmlichen Sinne scheitert nach Einschätzung der Justiz an der Schuldunfähigkeit des Beschuldigten zum Zeitpunkt der Tat. Dennoch bleibt die Tat ein schwerer Einschnitt für die betroffenen Fahrgäste und wirft erneut Fragen zur Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr auf.
Die Bundespolizei hatte den Mann unmittelbar nach dem Vorfall festgenommen. Die Ermittlungen laufen weiter, um den Hintergründen und möglichen Auslösern der Attacke auf den Grund zu gehen. Die Deutsche Bahn betonte, dass Sicherheit oberste Priorität habe, und kündigte an, den Vorfall gemeinsam mit den Behörden zu analysieren. In Regensburg sorgt der Fall unterdessen für Betroffenheit – nicht zuletzt, weil er zeigt, wie schnell alltägliche Zugfahrten zur Gefahrenzone werden können.
Quellen: FAZ Online (DE, 20.07.2026 11:05)