Die Brandenburger Landesregierung strebt eine vollständige Übernahme der Investitionsbank des Landes (ILB) an. Bislang hält auch das Bundesland Nordrhein-Westfalen einen Anteil an der Förderbank. Nun soll die ILB in alleinige Brandenburger Hand übergehen, um sie als strategisches Instrument der Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik stärker auszurichten.
Die ILB spielt eine zentrale Rolle bei der Vergabe von Fördermitteln für kleine und mittlere Unternehmen, Kommunen sowie soziale Projekte. Mit der vollständigen Eigenständigkeit soll die Bank flexibler agieren können, insbesondere bei der Vergabe langfristig günstiger Darlehen. „Wir wollen die ILB stärker als Investitionspartner für den ländlichen Raum und die Industrie nutzen“, erklärte ein Regierungssprecher.
Die Umstrukturierung soll auch Transparenz und regionale Abstimmung verbessern. Kritiker fragen allerdings nach den finanziellen Folgen und der notwendigen Aufsicht. Die Landesregierung betont jedoch, dass die finanzielle Stabilität der Bank gesichert sei und die Übernahme schrittweise erfolgen werde.
Die ILB mit Sitz in Potsdam verwaltet jährlich Fördermittel im dreistelligen Millionenbereich. Die geplante Umgestaltung könnte langfristig die wirtschaftliche Entwicklung im gesamten Bundesland positiv beeinflussen, besonders in strukturschwachen Regionen.
Quellen: Der Tagesspiegel (DE, 20.07.2026 12:25)