Senegal übernimmt die ECOWAS-Präsidentschaft bei Gipfel in Freetown

Der senegalesische Präsident hat am 19. Juli 2026 offiziell die rotierende Präsidentschaft der Wirtschaftsgemeinschaft westafrikanischer Staaten (ECOWAS) übernommen. Der Gipfel fand in Freetown, der Hauptstadt Sierra Leones, statt und markierte den Übergang von Staatschef Julius Maada Bio, dem scheidenden Vorsitzenden, an seinen senegalesischen Amtskollegen.

Reformdruck und regionale Erneuerung

Der ausziehende ECOWAS-Vorsitzende, Präsident Maada Bio, hatte zu Beginn des Gipfels dringende Reformen innerhalb der Organisation gefordert. Er sprach sich für „weitreichende Veränderungen“ aus, um die Effizienz, wirtschaftliche Integration und politische Stabilität der Region zu stärken. Der neue ECOWAS-Vorsitzende aus Senegal steht nun vor der Aufgabe, diese Impulse weiterzutragen und die wirtschaftliche Kooperation zwischen den 15 Mitgliedstaaten voranzutreiben.

Der Gipfel in Freetown wurde durch Spannungen zwischen einigen Mitgliedsländern sowie die wachsende Bedeutung regionaler Alternativen wie der Sahelallianz (G5) geprägt. Experten sehen in der neuen Präsidentschaft aus Senegal eine Chance, das Vertrauen in die ECOWAS wiederherzustellen und wirtschaftliche Reformen voranzutreiben, insbesondere im Bereich des Freihandels und der Infrastrukturkooperation.

Quellen: France 24 – Africa