Die katholischen Bischöfe des Südsudan haben nach Abschluss ihrer jährlichen Bischofssynode vom 15. bis 17. Juli 2026 eine eindringliche Mahnung für Frieden, politischen Dialog und soziale Stabilität im Land ausgesprochen. In einer am Montag veröffentlichten Erklärung betonten sie die drängenden Herausforderungen, vor denen das jüngste Land der Welt steht – darunter eine sich verschärfende Wirtschaftskrise, die durch eine starke Abwertung der Landeswährung und steigende Preise für Güter und Dienstleistungen gekennzeichnet ist.
Friedensappell vor bevorstehenden Wahlen
Die Religionsvertreter warnten vor einer möglichen politischen Eskalation im Vorfeld der anstehenden Parlamentswahlen im Dezember 2026. Angesichts anhaltender Gewalt in mehreren Regionen des Landes und der politischen Polarisierung riefen die Bischöfe alle Konfliktparteien zu einer friedlichen Auseinandersetzung und konstruktiven Dialogbereitschaft auf. Sie betonten, dass Wahlen nur dann legitim seien, wenn sie in einem Umfeld des Vertrauens, der Sicherheit und der Rechtsstaatlichkeit stattfänden.
Die Bischofe forderten die Regierung zudem auf, die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern und die wirtschaftliche Instabilität in den Griff zu bekommen. Die aktuelle Lage belaste vor allem die ärmsten Bevölkerungsgruppen, die unter Inflation, Arbeitslosigkeit und mangelndem Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen leiden.
Quellen: AllAfrica – East Africa