Frauen in Western Equatoria beklagen Gewalt und mangelnde Grundversorgung

Im abgelegenen Dorf Bangolo im Bundesstaat Western Equatoria des Südsudan haben Frauen Vertretern der Vereinten Nationen von anhaltenden Sicherheitsproblemen und mangelndem Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen berichtet. Bei einem Besuch von UN-Polizeikräften klagten die Bewohnerinnen über Gewalt, die ihre Lebensgrundlage bedrohe, sowie über den Mangel an Gesundheitsversorgung, Bildung und lebensnotwendigen Infrastrukturen.

Lebensbedingungen in ländlichen Regionen kritisch

Die Frauen schilderten, dass die Unsicherheit in der Region ihre tägliche Arbeit und Mobilität stark einschränke. Viele seien gezwungen, Felder näher am Dorf zu bewirtschaften, um Übergriffen zu entgehen, was die Nahrungsmittelproduktion verringere. Zudem fehle es an funktionierenden Gesundheitsstationen, wodurch Schwangerschaften und Krankheiten oft unzureichend behandelt würden. Schulen seien entweder geschlossen oder nur unregelmäßig zugänglich, was besonders Mädchen benachteilige.

Die UN-Polizei dokumentierte die Aussagen als Teil ihrer Routineüberwachung der Lage der Zivilbevölkerung in Konfliktgebieten. Die Berichte unterstreichen erneut die anhaltenden humanitären Herausforderungen im Südsudan, wo trotz des Waffenstillstands von 2018 weite Regionen weiterhin von lokalen Konflikten, Armut und staatlicher Unterentwicklung betroffen sind.

Quellen: Africanews EN