Legionellen-Ausbruch in Berlin-Tegel: Zwei Todesfälle, Behörden untersuchen Wasserquellen

Im Berliner Stadtteil Tegel untersuchen Behörden aktuell die Ursachen eines Legionellen-Ausbruchs, der mit zwei Todesfällen in Verbindung steht. Die betroffenen Personen hatten sich nach derzeitigen Erkenntnissen mit dem Bakterium in einer medizinischen oder therapeutischen Einrichtung infiziert, in der warmes Wasser über Dampf oder Sprühnebel freigesetzt wurde. Die Spekulationen richten sich auf mögliche Quellen wie Whirlpools, Klimaanlagen oder Therapiebecken, in denen Legionellen durch schlechte Wartung oder Temperaturschwankungen gedeihen können.

Legionellen-Bakterien vermehren sich in warmem Wasser zwischen 25 und 50 Grad Celsius und können bei Inhalation von kontaminiertem Wassernebel zu einer schweren Lungenentzündung – der Legionärskrankheit – führen. Besonders ältere Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen gelten als gefährdet. Die Gesundheitsämter in Berlin haben daraufhin verstärkte Kontrollen in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und öffentlichen Bädern angekündigt, um weitere Infektionsquellen auszuschließen.

Experten raten Betreibern von Wasseranlagen, regelmäßige Desinfektionen und Temperaturüberwachungen durchzuführen. Die aktuelle Situation zeigt jedoch, dass auch in modernen Städten wie Berlin nicht von der Hand zu weisen ist, dass veraltete oder unzureichend gewartete Infrastruktur gesundheitliche Risiken bergen kann. Die Ermittlungen zur genauen Herkunft des Befalls laufen weiter.

Quellen: Der Tagesspiegel, Welt Online