In mehreren Regionen von Sachsen-Anhalt warnen Sicherheitsbehörden vor einer neuen Welle an Betrugsmaschen. Besonders in den Gebieten um Stendal und Bitterfeld häuften sich in der letzten Woche Fälle, bei denen Täter mit perfiden Methoden an das Geld von meist älteren Bürgerinnen und Bürgern gelangten. Die Polizei berichtet von sogenannten Schockanrufen, bei denen Anrufer unter falschen Vorwänden Panik auslösen – etwa durch die Behauptung, ein Verwandter sei in Not oder es bestehe eine dringende Gefahr im Haushalt.
Weitere Maschen umfassen angebliche Handwerker, die an der Haustür auftauchen und unnötige Reparaturen verkaufen, sowie unseriöse Online-Kaufangebote, die über soziale Plattformen oder Kleinanzeigenportale platziert werden. In einigen Fällen gelang es den Betrügern, sich Zugang zu Bankdaten zu verschaffen – etwa durch die Manipulation der Opfer, ihnen die PIN zu nennen. Die Polizei hat inzwischen mehrere Anzeigen registriert, die konkrete Schäden im vier- bis fünfstelligen Eurobereich ausweisen.
Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, besonders vorsichtig zu sein, niemals persönliche Daten am Telefon herauszugeben und bei unerwarteten Besuchern oder Anrufen die Polizei zu kontaktieren. In Schulungen für Senioren und in lokalen Medien laufen Aufklärungskampagnen, um über die Methoden der Betrüger aufzuklären. Die Polizeiinspektionen in Sachsen-Anhalt haben zudem eine bundesweite Taskforce aktiviert, um die Hintermänner besser zu identifizieren und grenzüberschreitend zu ermitteln.
Quellen: MDR – Nachrichten (DE, 24.07.2026 06:49)