In Belgrad haben Tausende von Menschen am Mittwoch, den 9. September 2026, von Ratko Mladić, dem als ‚Schlächter vom Balkan‘ bekannten verurteilten Kriegsverbrecher, Abschied genommen. Die Zeremonie zog auch amtierende Minister der serbischen Regierung an, was Bedenken hinsichtlich der politischen Richtung Serbiens und seiner Ambitionen auf einen EU-Beitritt aufwirft. Die Glorifizierung von Mladić, der für seine Rolle im Bosnienkrieg verurteilt wurde, wird von vielen als Affront gegen die europäischen Werte angesehen.
Brüssel steht vor der Herausforderung, wie es auf diese Entwicklungen reagieren soll, während die serbische Regierung in der Vergangenheit wiederholt betont hat, dass sie sich den europäischen Standards anpassen möchte. Der Vorfall könnte die Beziehungen zwischen Serbien und der EU erheblich belasten, insbesondere in Anbetracht der laufenden Beitrittsgespräche und der Reformen, die im Land noch ausstehen.
Quellen: Spiegel Online, Balkan Insight