In weiten Teilen Thüringens haben heftige Gewitter mit starkem Hagel massive Schäden in der Landwirtschaft angerichtet. Laut Angaben des MDR sind allein in der Agrargenossenschaft Martinroda im Ilm-Kreis landwirtschaftliche Flächen von insgesamt rund 21.000 Hektar betroffen. Auf zahlreichen Feldern sei die Ernte komplett zerstört, berichtet der Sender unter Berufung auf lokale Landwirte.
Besonders betroffen sind landwirtschaftliche Anbaugebiete im Südthüringer Raum, wo Hagelkörner in der Größe von Golfbällen innerhalb weniger Minuten Getreide, Raps und Zuckerrüben niederwalzten. „Ein Totalausfall der Ernte ist hier nicht auszuschließen“, hieß es von der Genossenschaft in Martinroda. Die Schäden belaufen sich nach ersten Schätzungen auf mehrere Millionen Euro.
Landwirte fordern nun zügige Hilfsmaßnahmen von Bund und Land. Thüringens Agrarministerium kündigte an, die Lage umgehend zu bewerten und in Abstimmung mit dem Bund Unterstützungsmöglichkeiten zu prüfen. Versicherungsexperten warnen jedoch vor langwierigen Schadensregulierungen, da viele Betriebe unzureichend gegen solche Extremwetterereignisse abgesichert seien.
Die jüngsten Unwetter unterstreichen erneut die wachsenden Risiken durch den Klimawandel für die Landwirtschaft. Experten mahnen an, angepasste Anbaupraktiken und bessere Versicherungskonzepte zu entwickeln, um künftige Ernteeinbrüche zu verhindern.
Quellen: MDR – Nachrichten