Die nigerianische Luftfahrtbehörde hat Royal Air Maroc, der staatlichen Fluggesellschaft Marokkos, ein Ultimatum gestellt und droht mit der Aussetzung ihrer Flugrechte. Hintergrund sind jahrelange Beschwerden über schlechten Kundenservice, darunter verlorenes Gepäck, verspätete oder annullierte Flüge sowie die Nichtzahlung von verhängten Geldstrafen. Die nigerianische Regierung bezeichnet die Situation als inakzeptabel und warnt vor konkreten Maßnahmen, falls sich nichts ändere.
Langjähriger Konflikt eskaliert
Der Konflikt zwischen Nigeria und Royal Air Maroc zieht sich über mehrere Jahre. Reisende berichten immer wieder von langen Wartezeiten, fehlender Kommunikation bei Flugausfällen und schlechter Entschädigung. Zudem soll die Fluggesellschaft mehrfach von der nigerianischen Civil Aviation Authority (NCAA) verhängte Geldstrafen ignoriert haben. Nun hat Nigeria die stärkste administrative Maßnahme in Betracht gezogen: die komplette Aussetzung der Fluglizenz.
Royal Air Maroc wehrt sich
Die marokkanische Airline verteidigt sich gegen die Vorwürfe und betont, dass interne Reformen zur Verbesserung der Servicequalität bereits umgesetzt würden. Man stehe im Dialog mit den nigerianischen Behörden, um eine Lösung zu finden. Sollte es jedoch zu einem Flugverbot kommen, wäre dies ein schwerer Schlag für die marokkanische Luftverkehrspolitik in Westafrika – einem wichtigen Markt für Royal Air Maroc.
Quellen: The Africa Report