Eine aktuelle Studie, die von der chilenischen Anthropologin Verónica Silva durchgeführt wurde, hat neue Erkenntnisse über den Tod des berühmten Niño del Cerro El Plomo zutage gefördert. Seit 1954 wurde angenommen, dass der Junge, der bei einem Inka-Ritual geopfert wurde, an Hypothermie gestorben war. Die Untersuchung von Silva legt jedoch nahe, dass er durch ein Schädeltrauma ums Leben kam.
Der Junge, der im Rahmen der Capacocha-Zeremonie den Inka-Göttern dargebracht wurde, soll neun Monate mit einer großen Prozession durch die Anden gewandert sein, bevor er geopfert wurde. Die neuen Erkenntnisse könnten die historische Sichtweise auf diese rituellen Praktiken erheblich verändern. Diese Entdeckung ermöglicht es, die kulturellen und religiösen Praktiken der Inkas besser zu verstehen und bietet eine wertvolle Perspektive auf die archäologischen Funde in der Region.
Quellen: El País – Americas