Bosniens Außenminister fordert Sanktionen gegen Serbien

Der bosnische Außenminister Elmedin Konaković hat in einem aktuellen Interview mitgeteilt, dass er EU-Sanktionen gegen Serbien für notwendig halte. Hintergrund sind die Ehrungen für den verstorbenen Kriegsverbrecher Ratko Mladić, die in Serbien stattfanden und große öffentliche Aufmerksamkeit erregten. Konaković kritisierte, dass Serbien die Verherrlichung von Kriegsverbrechen in seine nationale Identität integriert habe.

Er forderte eine „Null Toleranz“-Politik gegenüber solchen Handlungen und betonte, dass die EU reagieren müsse, um ein Zeichen gegen diese Entwicklungen zu setzen. Diese Äußerungen kommen zu einem sensiblen Zeitpunkt, da die Beziehungen zwischen Serbien und Bosnien-Herzegowina durch historische Spannungen belastet sind, die aus dem Jugoslawienkrieg resultieren.

Die internationale Gemeinschaft beobachtet diese Entwicklungen mit Besorgnis, da die glorifizierende Haltung gegenüber Kriegsverbrechern die Bemühungen um Frieden und Stabilität in der Region gefährden könnte. Konakovićs Forderung nach Sanktionen könnte somit nicht nur die bilateralen Beziehungen belasten, sondern auch die gesamte Stabilität auf dem Balkan beeinträchtigen.

Quellen: FAZ Online