„Ich muss auf Klo!“ – ein Satz, den Eltern auf Spielplätzen oft hören. Doch in den meisten Fällen gibt es keine Toiletten in der Nähe. Eine Mutter aus Hessen hat dies satt und macht sich für eine bessere Ausstattung von Spielplätzen stark. Laut einer aktuellen Analyse verfügen weniger als zwei Prozent der Spielplätze in deutschen Großstädten über sanitäre Anlagen – ein Missstand, der besonders Familien mit kleinen Kindern belastet.
Die Initiative einer Frankfurter Bürgerin hat mittlerweile Aufmerksamkeit in Kommunalpolitik und Medien gefunden. Sie argumentiert, dass fehlende Toiletten nicht nur unpraktisch, sondern auch eine Barriere für die Nutzung öffentlicher Räume sind. Besonders bei heißen Sommertagen oder bei Kindern mit Behinderung könne der Mangel zu echten Problemen führen. Ihre Forderung: Toilettenanlagen – idealerweise barrierefrei und gut gewartet – sollten zur Standardausstattung jedes größeren Spielplatzes gehören.
Die Gründe für das Desaster sind vielfältig: Betreiber wie Kommunen verweisen auf hohe Kosten, Wartungsaufwand und Vandalismus. Doch Kritiker sehen darin eine falsche Prioritätensetzung. Andere europäische Städte zeigen, dass funktionierende Lösungen möglich sind – sei es durch mobile Toilettencontainer oder überdachte Sanitärmodule. In Hessen wird nun diskutiert, ob das Land mit einem Pilotprogramm vorangehen könnte, um familienfreundliche Infrastruktur in Städten wie Frankfurt, Wiesbaden oder Darmstadt zu stärken.
Quellen: FAZ Online