Angesichts anhaltender Spannungen nach gewalttätigen Vorfällen gegen ausländische Afrikaner in Südafrika hat der nigerianische Autor Ahmed Aminu-Ramatu Yusuf zu einer Haltung des Mitgefühls und der Versöhnung aufgerufen. In einem Kommentar auf Premium Times Nigeria betont er, dass die südafrikanische Bevölkerung nicht kollektiv für die Ausbrüche von Afrophobie und Negrophobie verantwortlich gemacht werden dürfe.
Yusuf argumentiert, dass die wahre Verantwortung bei den Führungskräften der African National Congress (ANC) liege, die strukturelle Missstände und wirtschaftliche Ungleichheiten nicht ausreichend bekämpft hätten. „Die Massen wissen nicht, was sie tun“, zitiert er in Anlehnung an die biblische Formulierung und plädiert dafür, Südafrikanerinnen und Südafrikaner nicht als Feinde, sondern als Brüder und Schwestern zu betrachten.
Zu diesem Schluss inspiriert ihn auch der ehemalige nigerianische Gewerkschafter Owei Lakemfa, der betont, dass Korrektur innerhalb der afrikanischen Gemeinschaft mit Liebe und Dialog erfolgen müsse – nicht mit Hass oder Vergeltung. Der Artikel erscheint vor dem Hintergrund wiederholter Übergriffe auf Migranten aus anderen afrikanischen Ländern, die von Beobachtern oft als Ausdruck wirtschaftlicher Frustration und politischer Instrumentalisierung gedeutet werden.
Yusuf warnt davor, die Gewaltakte als Ausdruck der gesamten südafrikanischen Gesellschaft zu sehen. Stattdessen müsse die afrikanische Solidarität gestärkt werden, um gemeinsam gegen Armut, Ungleichheit und Fremdenfeindlichkeit anzukämpfen. Sein Appell richtet sich an alle afrikanischen Länder, sich nicht entzweien zu lassen, sondern eine Einheit im Geist der Panafrikanismus zu bewahren.
Quellen: Premium Times Nigeria