Simbabwe verfolgt ehrgeizige Pläne, seine reichen Mineralexporte künftig stärker im Inland zu verarbeiten, um so mehr Wertschöpfung im Land zu halten. Das Vorhaben zielt darauf ab, vom Export roher Rohstoffe wegzukommen und stattdessen veredelte Produkte wie Lithiumbatterien oder Edelmetalllegierungen zu exportieren. Doch diese Strategie wirft zunehmend Fragen auf – insbesondere, wie kleinere, informelle Bergleute in diesem neuen Modell integriert werden sollen.
Kleine Bergleute, von denen viele im informellen Sektor arbeiten, befürchten, dass die staatlichen Initiativen vor allem großen Minenbetreibern zugutekommen werden. Viele von ihnen haben bereits Schwierigkeiten, Lizenzen zu erhalten oder Zugang zu Märkten zu finden. Die neuen Industrieprojekte, die oft in Partnerschaft mit ausländischen Investoren realisiert werden, könnten sie noch weiter an den Rand drängen. Ein Sprecher kleinerer Bergbaukooperativen warnte, dass ohne gezielte Förderprogramme Tausende von Kleinproduzenten ihre Existenzgrundlage verlieren könnten.
Die Regierung betont zwar, dass Inklusion Teil der Strategie sei, doch bislang fehlen konkrete Maßnahmen, um kleine Akteure in die verarbeitende Industrie einzubinden. Experten fordern nun gezielte Unterstützungsprogramme, darunter Schulungen, Kredite und den Aufbau lokaler Verarbeitungszentren, die auch kleinen Bergleuten zugänglich wären. Ohne solche Schritte droht die Kluft zwischen großen und kleinen Produzenten weiter zu wachsen – trotz der wirtschaftlichen Chancen, die die heimische Verarbeitung von Gold, Platin und Lithium bietet.
Quellen: Al Jazeera English