Storchenboom in Sachsen: Tierpark Görlitz rettet verwaiste Jungvögel

Deutschland erlebt aktuell einen Rekord bei der Weißstorch-Population – und Sachsen spielt dabei eine wichtige Rolle. Im Tierpark Görlitz leisten Tierpfleger*innen wichtige Arbeit, um verwaiste, verletzte oder geschwächte Jungstörche gesund zu pflegen und sie später erfolgreich in die Wildbahn zurückzuführen.

Die Zahl der geborgenen Jungvögel sei in den letzten Wochen deutlich gestiegen, berichtet der Tierpark. Die Gründe dafür sind vielfältig: Stürme, mangelnde Nahrungsverfügbarkeit oder menschliche Störungen führen dazu, dass Jungstörche aus dem Nest fallen oder von ihren Eltern zurückgelassen werden. In der Auffangstation erhalten sie medizinische Versorgung, artgerechte Ernährung und einen geschützten Raum, um Kraft zu tanken.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Vermeidung von Prägung auf Menschen. Die Pfleger*innen minimieren den Kontakt und nutzen Fütterungshilfen, damit die Tiere ihre natürlichen Verhaltensweisen beibehalten. Sobald die Jungstörche flugfähig und ausreichend fit sind, werden sie an geeigneten Standorten in freier Wildbahn ausgewildert.

Der Tierpark appelliert an die Bevölkerung: Bei gefundenen jungen Störchen nicht sofort eingreifen – oft stehen die Eltern in der Nähe. Erst bei eindeutigen Anzeichen von Verletzung oder Verwaismeldung sollte die Auffangstation kontaktiert werden. Die Arbeit im Tierpark Görlitz wird als entscheidender Beitrag zum Schutz der Storchenpopulation im Osten Deutschlands gewürdigt.

Quellen: MDR – Nachrichten (DE, 27.07.2026 10:03)