Jungstorch stürzt bei erstem Flugversuch in Wallgraben der Festung Heldrungen

Ein aufregender Start ins freie Fliegen – doch anders als geplant – erwartete einen Jungstorch in Heldrungen im nordthüringischen Kyffhäuserkreis. Bei seinem ersten Flugversuch stürzte das Tier am frühen Morgen des 27. Juli ins Wasser des Wallgrabens, der die historische Festung Heldrungen umgibt. Passanten bemerkten den hilflos im Wasser treibenden Vogel und alarmierten umgehend die zuständige Vogelschutzwarte.

Rettungskräfte setzten ein Boot ein, um den jungen Storch sicher aus dem nassen Graben zu bergen. Das Tier zeigte zunächst keine offensichtlichen Verletzungen, wurde aber vorsichtshalber von Experten der Vogelschutzwarte untersucht. „Solche Fehlstarts sind bei Jungvögeln nicht ungewöhnlich, besonders wenn sie noch unerfahren sind“, erklärt ein Mitarbeiter der Warte. „Aber in diesem Fall wäre eine Unterkühlung oder Erschöpfung im Wasser eine echte Gefahr gewesen.“

Der Storch wird nun beobachtet, bis er sich erholt hat und erneut mit dem Üben beginnen kann. Die Festung Heldrungen ist seit Jahren Brutstätte für mehrere Störche, was regelmäßig Interesse bei Naturliebhabern und Vogelfreunden weckt. Die Rettung des Jungvogels zeigt einmal mehr die enge Verzahnung von Natur und Kulturlandschaft in Thüringen – und wie wichtig schnelle Hilfe durch engagierte Bürger sein kann.

Quellen: MDR – Nachrichten