Maskenfest in Porto-Novo: Traditionelle Kultur im Rampenlicht

Porto-Novo, die politische Hauptstadt Benins, war am vergangenen Wochenende Schauplatz eines beeindruckenden kulturellen Spektakels: dem Maskenfestival. Über zwei Tage hinweg verwandelte sich die Stadt in ein lebendiges Kulturfest, bei dem mythische Gestalten wie Egungun, Zangbéto und Guèlèdè im Mittelpunkt standen. Diese traditionellen Figuren, tief verwurzelt in den religiösen und sozialen Praktiken der Region, wurden durch farbenprächtige Kostüme, rituelle Tänze und zeremonielle Umzüge lebendig.

Der Egungun, eine maskierte Erscheinung, die als Verkörperung verstorbenener Ahnen gilt, zog mit seinem wallenden, kunstvoll bestickten Kostüm besondere Aufmerksamkeit auf sich. Begleitet von Trommeln und Gesängen, bewegte er sich durch die Straßen und symbolisierte den Dialog zwischen der spirituellen und irdischen Welt. Ebenso präsent waren die Zangbéto – traditionelle Wächterfiguren, die einst als Nachtwächter fungierten – und die Guèlèdè-Masken, die für Gemeinschaftsharmonie und soziale Kontrolle stehen.

Das Festival diente nicht nur der Unterhaltung, sondern auch der Bewahrung und Vermittlung kultureller Werte an jüngere Generationen. Lokale Künstler, Tänzer und Handwerker nutzten die Gelegenheit, um ihre Fähigkeiten zu präsentieren und das Bewusstsein für Benins reiches immaterielles Erbe zu stärken. Die Veranstaltung zog zahlreiche Besucher aus dem In- und Ausland an und unterstrich die Bedeutung von Porto-Novo als kulturelles Zentrum westafrikanischer Traditionen.

Quellen: Africanews EN