Martin Kohlstedt: Der Wald als ständiger Begleiter des thüringischen Ausnahmeklaviertalers

Der in Nordthüringen beheimatete Pianist und Komponist Martin Kohlstedt hat mit seinen experimentellen Klavierstücken internationale Anerkennung gefunden. Doch hinter der künstlerischen Innovation steht eine ganz persönliche, langjährige Verbundenheit: der Wald. In einem am MDR veröffentlichten Porträt erzählt Kohlstedt, wie ihn der thüringische Forst seit der Kindheit prägt – als Ort der Stille, der Inspiration und kreativen Rückkehr.

Seine Musik, oft an der Schnittstelle zwischen Klassik, Elektronik und Improvisation angesiedelt, verdanke viel der Geräuschkulisse und Atmosphäre der Natur, so Kohlstedt. „Der Wald hat immer gesprochen – auch wenn ich lange nicht wusste, wie ich antworten soll“, beschreibt er den künstlerischen Prozess. Zahlreiche Kompositionen entstanden direkt im Freien oder in der unmittelbaren Erinnerung an Spaziergänge durch die bewaldeten Hänge des Eichsfelds oder des Kyffhäusergebirges.

Kohlstedts Werke wurden auf internationalen Bühnen aufgeführt, doch er bleibt seiner thüringischen Heimat verbunden. In Workshops und Konzerten im ländlichen Raum setzt er sich auch für kulturelle Teilhabe ein. Der Wald, so betont er, sei nicht nur musikalische Quelle, sondern auch Symbol für Nachhaltigkeit und ökologische Verantwortung – Themen, die zunehmend in seine künstlerische Arbeit einflössen.

Quellen: MDR – Nachrichten