Sechsjähriger in Bingenheim findet römische Münze bei Kita-Spiel

Ein außergewöhnlicher Zufallsfund hat sich in Bingenheim, einem Ortsteil der Gemeinde Nidda in Hessen, ereignet: Ein sechsjähriger Junge grub beim Spielen in der Kita-Sandkiste eine antike römische Münze aus. Die Scheibe stammt aus dem 4. Jahrhundert und wurde nun von Archäologen gesichert und datiert.

Der Fundort liegt in einer Region, die bereits mehrfach durch römische Spuren auffällig geworden ist. In der Nähe verlief einst eine Römerstraße, und es gibt Hinweise auf römische Siedlungen. Dennoch überrascht der Fund in einer Kindertagesstätte – mitten im Alltag des Kleinkindbereichs.

Die zuständige hessische Landesarchäologie hat den Fund registriert und lobt das besondere Gespür des Jungen. Die Münze wird nun in einem Museum konserviert und könnte künftig ausgestellt werden. Auch die pädagogischen Fachkräfte nutzen den Fund nun für einen historischen Lernmoment mit den Kindern.

„Solche Entdeckungen zeigen, dass Geschichte oft direkt unter unseren Füßen liegt“, sagt eine Archäologin der Landesdenkmalpflege. „Dass sie ausgerechnet von einem Sechsjährigen gemacht wurde, macht die Geschichte nur noch schöner.“

Quellen: FAZ Online