Kenia startet ein großes gesundheitliches Förderprogramm zur Verbesserung der Versorgung schwangerer Frauen und Neugeborener. Das neue Projekt im Umfang von 10,4 Milliarden kenianischen Schilling (ca. 85 Millionen US-Dollar) zielt darauf ab, die Zahl vermeidbarer Todesfälle während Schwangerschaft, Geburt und in den ersten Lebenswochen des Kindes deutlich zu senken.
Laut Angaben aus Nairobi sollen mehr als sechs Millionen Mütter und Säuglinge in den kommenden Jahren von dem Programm profitieren. Es wird gemeinsam von staatlichen Stellen, internationalen Partnern und Gesundheitsorganisationen umgesetzt und konzentriert sich besonders auf ländliche und benachteiligte Regionen mit begrenztem Zugang zu medizinischer Grundversorgung.
Zu den Maßnahmen gehören die Ausbildung von Hebammen, die Verbesserung der Infrastruktur von Gesundheitszentren, die Bereitstellung lebensrettender Medikamente sowie Aufklärungskampagnen zur pränatalen und postnatalen Betreuung. Ziel ist es, bis 2030 die gesundheitlichen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen im Bereich reproduktive und kindliche Gesundheit zu erreichen.
Experten begrüßen das Engagement als entscheidenden Schritt zur Stärkung des öffentlichen Gesundheitssystems. Gleichzeitig wird betont, dass langfristige Finanzierung und dezentrale Umsetzung entscheidend für den Erfolg seien.
Quellen: Capital FM, AllAfrica – Kenya