Drogen und Raserei: Busunglück in Algerien fordert 28 Todesopfer

Ein verheerender Busunfall im nördlichen Algerien hat am Sonntag mindestens 28 Menschen das Leben gekostet. Wie Staatsanwälte nach einer vorläufigen Untersuchung mitteilten, war der Fahrer des Busses zum Zeitpunkt des Unfalls unter Drogeneinfluss und hatte eine Geschwindigkeit von mehr als dem Doppelten des erlaubten Limits erreicht.

Das Fahrzeug stürzte in eine tiefe Schlucht, nachdem es auf einer kurvigen Landstraße die Kontrolle verloren hatte. Die genaue Ursache für den Fahrfehler wird noch untersucht, jedoch deuten erste Erkenntnisse auf starke Beeinträchtigung durch Drogen hin. Rettungskräfte berichteten von einem schwer zugänglichen Unglücksort, was die Bergungsarbeiten erheblich erschwerte.

Die algerische Regierung kündigte an, die Sicherheitskontrollen im öffentlichen Personennahverkehr zu verschärfen. Innenministerium und Verkehrsbehörden arbeiten an einem Sofortprogramm zur Überprüfung von Fahrerqualifikationen und Drogentests im Fernlinienverkehr. Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit des Straßenverkehrs im Land auf, wo Unfälle aufgrund mangelnder Kontrollen oder technischer Mängel nicht selten sind.

Die Opfer wurden in die örtlichen Krankenhäuser gebracht oder an ihre Familien übergeben. Trauer herrscht in den betroffenen Gemeinden, besonders in jenen Regionen, aus denen die meisten Passagiere stammten. Die Behörden haben offizielle Trauertage angekündigt und Unterstützung für die Hinterbliebenen zugesagt.

Quellen: Africanews EN