Mangelhafte Straßeninfrastruktur bremst landwirtschaftliche Entwicklung in Niassa

Die Regierung der nordmosambikanischen Provinz Niassa hat erneut auf die gravierenden infrastrukturellen Mängel hingewiesen, die die landwirtschaftliche Entwicklung in der Region behindern. Trotz erheblicher landwirtschaftlicher Potenziale bleibt die wirtschaftliche Nutzung der fruchtbaren Böden durch mangelnde Straßenanbindung und unzureichende Logistikstrukturen stark eingeschränkt.

Niassa, eine der am dünnsten besiedelten, aber flächenmäßig größten Provinzen Mosambiks, verfügt über große Anbauflächen, die für den Anbau von Mais, Maniok, Baumwolle und Cashewnüssen geeignet sind. Doch die Abgeschiedenheit vieler ländlicher Gebiete erschwert den Transport von Saatgut, Düngemitteln und Ernteprodukten. Viele Wege sind nur in der Trockenzeit befahrbar, was Händler, Bauern und staatliche Dienstleister vor erhebliche Herausforderungen stellt.

Laut lokalen Behörden führt das Infrastrukturdefizit nicht nur zu hohen Transportkosten, sondern verhindert auch die Anbindung an Märkte in der Hauptstadt Maputo und in Nachbarländern wie Malawi und Tansania. Dadurch bleiben Erzeuger in Subsistenzlandwirtschaft gefangen, und private Investitionen in die Agrarwirtschaft bleiben aus.

Bedarf an strategischen Investitionen

Die Provinzregierung von Niassa fordert daher verstärkte staatliche und internationale Investitionen in den Ausbau von Straßen und Lagerinfrastruktur. Ohne verbesserte Verkehrsverbindungen, so die Warnung, könne das wirtschaftliche Potenzial der Region langfristig nicht gehoben werden – mit negativen Folgen für Ernährungssicherheit und Beschäftigung in einer der ärmsten Regionen des Landes.

Quellen: AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – Business