Präsidentin Samia fordert gesundheitliche Unabhängigkeit für Afrika in Luanda

Während eines hochrangigen Treffens in Luanda hat Tansanias Präsidentin Samia Suluhu Hassan einen dringenden Appell an die afrikanischen Staaten gerichtet, ihre Gesundheitssysteme stärker zu stärken und sich von der Abhängigkeit ausländischer medizinischer Versorgung zu lösen. Auf der Konferenz betonte sie, dass die kontinentale Gesundheitsunabhängigkeit nur durch gezielte Investitionen in spezialisierte medizinische Einrichtungen und den Ausbau lokaler Fachkräfte erreicht werden könne.

„Afrika muss seine eigene medizinische Zukunft gestalten“, erklärte Samia Suluhu Hassan. Sie verwies darauf, dass jährlich Tausende afrikanische Patienten zur Behandlung ins Ausland reisten, was enorme Kosten verursache und zugleich das Vertrauen in lokale Systeme untergrabe. Eine stärkere inländische Gesundheitsproduktion, von Diagnostik bis zu Therapien, sei nicht nur ökonomisch sinnvoll, sondern auch ein Schritt zur souveränen Entwicklung.

Der Auftritt der tansanischen Präsidentin in der angolanischen Hauptstadt unterstrich die wachsende regionale Zusammenarbeit im Bereich öffentlicher Gesundheit. Angola, das in den letzten Jahren in moderne Gesundheitsinfrastruktur investiert hat, positioniert sich zunehmend als regionaler Akteur in zentralafrikanischen Gesundheitsinitiativen. Die Rede fand im Rahmen einer Sondersitzung statt, die von der Afrikanischen Union und Partnerländern zur Stärkung kontinentaler Resilienz im Gesundheitswesen einberufen wurde.

Quellen: AllAfrica – Tanzania