Die lang erwartete Wiederaufnahme des Direktflugs von Air Zimbabwe zwischen Harare und London steht erneut vor neuen Verzögerungen. Die Fluggesellschaft bestätigte, dass der geplante Starttermin verschoben wurde, ohne jedoch einen neuen konkreten Zeitpunkt zu nennen. Es handelt sich bereits um die zweite Verschiebung innerhalb einer Woche, was Zweifel an der Umsetzbarkeit des Vorhabens nährt.
Der Flugdienst zwischen Simbabwe und Großbritannien war vor über einem Jahrzehnt eingestellt worden, nachdem die Fluggesellschaft aufgrund von Sanktionen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten ihre internationale Flotte reduzieren musste. Die Wiederaufnahme galt als symbolträchtiges Projekt zur Normalisierung der Luftverkehrsbeziehungen und zur Stärkung der Diaspora-Verbindungen.
Unternehmen und Reisende äußern zunehmend Frustration über die mangelnde Transparenz. Air Zimbabwe erklärte, die Verzögerung sei auf „unerwartete technische und betriebliche Anpassungen“ zurückzuführen, ohne Details zu nennen. Experten vermuten jedoch, dass die Flotte weiterhin nicht ausreichend für Langstreckenflüge ausgestattet ist und Zulassungsverfahren bei der britischen Luftfahrtbehörde CAA noch nicht abgeschlossen sind.
Die Regierung betont weiterhin, dass die Route Teil einer umfassenderen Strategie zur wirtschaftlichen Erholung und internationalen Integration Simbabwes sei. Bis zur tatsächlichen Inbetriebnahme bleibt jedoch Ungewissheit über die Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit des neuen Flugangebots.
Quellen: AllAfrica – Business, The Africa Report