Ein führender Energieexperte in Malawi hat eine umfassende Sanierung des maroden Stromnetzes des Landes gefordert. In scharfen Tönen kritisierte er den Zustand der Infrastruktur des staatlichen Stromversorgers Escom und forderte eine sofortige Modernisierung der Wartungs- und Überwachungssysteme. Die andauernden Stromausfälle, so der Experte, beeinträchtigten nicht nur Haushalte, sondern gefährdeten auch die wirtschaftliche Entwicklung des Landes.
Malawi leidet seit Jahren unter unregelmäßiger Stromversorgung, die auf veraltete Technik, mangelnde Wartung und steigende Nachfrage zurückzuführen ist. Besonders betroffen sind städtische Zentren wie Lilongwe und Blantyre, wo Unternehmen auf Generatoren angewiesen sind. Die Abhängigkeit von Wasserkraftwerken, die bei Dürreperioden ausfallen, verschärft das Problem zusätzlich.
Der Experte betonte, dass technologische Innovationen wie Smart Grids, automatisierte Überwachungssysteme und dezentrale Energiequellen dringend erforderlich seien. Ohne substanzielle Investitionen und eine klare Reformstrategie werde sich die Lage weiter verschlechtern. Die Regierung steht unter Druck, konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Energieversorgung vorzulegen, um das Vertrauen der Bevölkerung und der Wirtschaft wiederherzustellen.
Quellen: AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – Business