Malawi: Polizei verhängt nächtliche Ausgangssperre nach Mordserie an Motorradtaxifahrern

Die malawische Polizei hat in der Hauptstadt Lilongwe eine nächtliche Ausgangssperre ab 20 Uhr verhängt, nachdem innerhalb einer Woche sieben Motorradtaxifahrer brutal ermordet wurden. Die Taten, die sich alle im Lilongwe-Distrikt ereigneten, haben Schockwellen in der Bevölkerung ausgelöst. Wie die Polizei bestätigte, liegen drei der Opfer weiterhin unidentifiziert in der Gerichtsmedizin des öffentlichen Krankenhauses.

Die Morde wurden mit großer Brutalität begangen, die Hintergründe sind bisher unklar. Es gibt Spekulationen über organisierte kriminelle Netzwerke, Rivalitäten zwischen Transportgruppen oder gezielte Erpressungen. Die Ausgangssperre soll es den Sicherheitskräften ermöglichen, die Lage unter Kontrolle zu bringen und die Täter zu ermitteln. Gleichzeitig rief die Polizei die Bevölkerung auf, verdächtige Aktivitäten zu melden.

Motorradtaxis, sogenannte ‚Kabaza‘, sind in Malawi ein zentraler Bestandteil des öffentlichen Transports, besonders in städtischen und halbstädtischen Gebieten. Die Fahrer arbeiten oft unter prekären Bedingungen und sind anfällig für Übergriffe. Die jüngste Gewaltwelle unterstreicht die anhaltenden Sicherheitsprobleme im Land und die Notwendigkeit, den Schutz informeller Arbeitnehmer zu verbessern.

Quellen: AllAfrica – Southern Africa